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18. Juni 2019

Jusos diskutierten über effektiven und gerechten Klimaschutz

In Meckenheim diskutierte die Jusos Rhein-Sieg mit Experten aus dem Bereich Klimaschutz.

Der Klimawandel beschäftigt viele Menschen und die Bekämpfung des Klimawandels gilt zurecht als dringende politische Herausforderung. Doch über Mittel und Wege wird munter gestritten. Um darüber zu diskutieren, was nun politisch in Sachen Klimaschutz zu tun ist, luden die Jusos zu einer Podiumsdiskussion ins Mosaik-Kulturhaus nach Meckenheim ein. „Der Klimawandel ist eine soziale Frage. Die Auswirkungen werden vor allem die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung treffen. Wir sollten ihn jetzt nicht zur doppelten sozialen Frage machen, indem Klimaschutz auf dem Rücken derjenigen ausgetragen wird, die ohnehin schon wenig haben“, führte der Juso-Kreisvorsitzende, Mario Dahm, ins Thema ein und forderte eine soziale Ausgestaltung der Klimapolitik, damit diese auch breite gesellschaftliche Akzeptanz finden könne.

Die Forderungen der „Fridays for Future“-Bewegung stellte der Abiturient Pascal Führung vor, der die Schüler-Demos für mehr Klimaschutz und einen schnellen Kohleausstieg in Bonn mitorganisiert. Die Politik sei dem Klimawandel nicht konsequent genug begegnet, nun müssten die Kohlekraftwerke schnell vom Netz. „Wir waren schon mal weiter“, stellte der SPD-Bundestagsabgeordnete und Umweltpolitiker, Frank Schwabe, selbstkritisch fest, warb aber auch dafür, Übergänge und Transformationsprozesse sozial zu gestalten. Besonders an der CDU beiße man sich mit ambitionierter Klimapolitik die Zähne aus. Einen großen Schritt nach vorne verspricht sich Schwabe durch das von SPD-Umweltministerin Schulze gegen den Widerstand der CDU eingebrachte Klimaschutzgesetz, das erstmals verbindliche Reduktionsziele für die Regierung festschreiben soll. Klimaschutz könne man nicht alleine der Umweltministerin überlassen, die für die meisten Bereiche gar nicht zuständig sei. Ohne ein solches Gesetz könne auch die Koalition keinen Bestand haben, so Schwabe.



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