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Swisttal, 25. Juni 2021

Swisttaler Klimaschutzpreis soll Handeln vor Ort stärken

Ratsfrau Gisela Hein
Die SPD-Fraktion im Swisttaler Rat begrüßt ausdrücklich die Auslobung eines Swisttaler Klimaschutz-Preises für die Gemeinde. Damit unterstützt sie einen Bürgerantrag, der von Prof. Dr. Hermann Schlagheck gestellt wurde. Bisher wird der Klimaschutz-Preis von der E.ON-Tochter „Westenergie“ jährlich mit 1000 Euro Preisgeld finanziert. Häufig werden aber die Glaubwürdigkeit der großen Energiekonzerne beim Klimaschutz und die Kriterien der Preisvergabe kritisiert. „Ein eigener Preis würde die Bedeutung zeigen, die der Klimaschutz für die Gemeinde hätte. Es würde bewusst werden, dass jeder durch das eigene Verhalten etwas zum Schutz beitragen kann und das von Kindesbeinen an“, lobte Gisela Hein, Sprecherin der SPD im Klima- und Umweltschutz-, Wirtschaftsförderungs- und Energieausschuss (KUWE), den durchdachten Antrag.

Örtliche Unternehmen sowie der Swisttaler Gewerbeverein wären bereit Preisgelder zu sponsern. Schlagheck ist als Experte für Energie- und Klimathemen überregional bekannt und hat maßgeblich das integrierte Klimaschutzkonzept für die ILEK-Region Rhein-Voreifel mit erarbeitet. Als Vorsitzender der Projektgruppe „Energie und Klima“ entwickelte er diese weiter zum Klimapatennetzwerk Rhein Voreifel. Seine Fachkompetenz würde er bei der Formulierung transparenter Kriterien mit einbringen. Im KUWE wurde vorgeschlagen, zwei Klimaschutzpreise zu verleihen, wohl um Westenergie nicht zu verprellen. „Wir bevorzugen jedoch die Verleihung eines einzigen Preises, um klar zu machen, dass Klimaschutz in der Kommune beginnt. Dass ein Energiekonzern einen höheren Stellenwert im Bewusstsein von Heranwachsenden haben soll als die Gemeinde selbst, wie Bürgermeisterin Kalkbrenner im KUWE anmerkte, ist grotesk“, erläutert der sachkundige Bürger Wolfram Piorr.

Die SPD-Kreistagsfraktion hatte bereits zu den diesjährigen Haushaltsberatungen des Kreises einen Antrag zur jährlichen Verleihung eines Klimaschutzpreises im Rhein-Sieg-Kreis gestellt. Dieser wurde jedoch abgelehnt. „Vielleicht gelingt es ja auf kommunaler Ebene einen Preis zu etablieren, der Projekte vor Ort würdigt, die beispielhaft sind und zum Nachahmen anregen“, zeigt sich der SPD-Kreistagsabgeordnete Tobias Leuning hoffnungsvoll.


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