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Meldung:

Swisttal, 09. Januar 2017

Chef der NRW-Staatskanzlei überreichte SPD-Swisttal-Preis an Maria Hartmann

Ehrenamt im Mittelpunkt des SPD-Neujahrsempfangs
vorne v.l. Minister Lersch-Mense, Maria Hartmann, Ortsvorsteher Hermann Leuning und SPD-Vorsitzender Tobias Leuning
Laudatio für den Verein "Leben mit Autismus"

Zum diesjährigen Neujahrsempfang der Swisttaler SPD begrüßte Vorsitzender Tobias Leuning im sehr gut gefüllten Dorfhaus Miel u.a. den Chef der NRW-Staatskanzlei, Minister Franz-Josef Lersch-Mense, den Bundestagsabgeordneten Sebastian Hartmann, den Landtagskandidaten und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Folke große Deters, den stellvertretenden Bürgermeister Robert Datzer, mehrere Ortsvorsteher, Vertreter von Parteien und Ratsfraktionen und vieler Swisttaler Vereine. Sein besonderer Gruß galt den Preisträgern des SPD-Swisttal-Preises, Maria Hartmann, Monika Heller und Mitgliedern des Vereins „Leben mit Autismus“.

In seinem Grußwort ging Folke große Deters auf die aktuelle Debatte um die innere Sicherheit ein. Er lobte ausdrücklich die gute Arbeit der Polizei am Silvesterabend in Köln, forderte eine Fortsetzung der von der rot-grünen Landesregierung angestoßenen personellen Verstärkung der Polizei, warnte aber gleichzeitig vor Gesetzesverschärfungen. Es käme zunächst darauf an, geltende Gesetze auch anzuwenden. Rechtsstaat und Menschenwürde verlangten, dass Menschen nach ihren Taten beurteilt würden, nicht nach Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion.

Minister Lersch-Mense überbrachte in seiner Ansprache die Grüße von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Im Blick auf die anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen bewertete er 2017 als Schicksalsjahr für Deutschland. Es gehe darum, die demokratischen und sozialen Errungenschaften gegen aufkommenden Rechtspopulismus zu verteidigen, wozu ein aktives Engagement der Bürgerschaft notwendig sei, wie es sich zuletzt bei der Versorgung und Integration für Geflüchtete gezeigt habe. Ohne Integration bestehe die Gefahr eines Auseinanderfallens der Gesellschaft mit Kriminalisierung und Terrorismus als Folge. Der Kurs der Landesregierung in Bildung und Prävention zu investieren, sei der richtige und würde ausgebaut. Abschließend betonte Lersch-Mense die Wichtigkeit des Ehrenamts für den Zusammenhalt der Gesellschaft vor Ort. Deswegen werde dies von der Landesregierung gezielt gefördert, z.B. im Versicherungsbereich, durch den Engagementpreis der NRW-Stiftung und durch die Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen u.a. in Theater, Museen, Kinos. Diese Karte gebe es schon in 208 Kommunen in NRW, leider noch nicht in Swisttal, wie er mit Augenzwinkern in Richtung seiner Parteikollegen anmerkte. Mit der Woche des Respekts habe die Landesregierung im November ein Zeichen gegen eine Verrohung der Alltagskultur gesetzt. Des Weiteren habe man eine Bundesratsinitiative eingebracht, mit der Einsatzkräfte und Ehrenamtlich durch Strafverschärfungen besser geschützt werden sollen.

Höhepunkt des mit Musik von „Klezmer & Co“ umrahmten Empfangs war die Verleihung des SPD-Swisttal-Preises 2016 an Maria Hartmann aus Heimerzheim. In seiner Laudatio wies Ortsvorsteher Hermann Leuning auf die jahrzehntelangen vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten der Preisträgerin hin, u.a. in der DLRG, seit 1978 bis heute im Heimerzheimer Ortsausschuss für Heimat und Kultur, im Kinder- und Jugendring. Den mit 250 Euro dotierten Preis überreichten Minister Lersch-Mense und Ortsvereinsvorsitzender Tobias Leuning. Mit Anerkennungspreisen wurden Monika Heller aus Miel und der in Odendorf ansässige Verein „Leben mit Autismus“ ausgezeichnet. Die AWO-Vorsitzende Maria Gleißner begründete in ihrer Laudatio den Preis für Monika Heller mit ihrem langjährigen Engagement in der Opferschutzorganisation Weißer Ring, für die sie in Swisttal Opfer von schweren Straftaten betreut und berät, sowie ihrer Hilfe bei der Flüchtlingsintegration durch Sprachunterricht. Gisela Hein berichtete über die wichtige Tätigkeit des Vereins „Leben mit Autismus“. Dieser schaffe mit der großteils ehrenamtlichen Betreuung von rund 100 Familien eine Brücke in die soziale Welt mit dem Ziel ein möglichst selbstbestimmtes Leben der von Autismus betroffenen Menschen zu erreichen.

Nach dem offiziellen Teil erwartete die Teilnehmer des Empfangs ein von Brigitte Leuning und ihrem Helferteam organisiertes reichhaltiges Buffet.



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