Fulminanter Jahresauftakt bei der SPD Swisttal – Verleihung der Ehrenamtspreise an Kempchen, Schumann und Bürgerverein Essig

Einen „fulminanten Jahresauftakt“ nannte Vorsitzender Tobias Leuning den Neujahrsempfang der SPD Swisttal als er die rund 140 Gäste begrüßte, darunter die Bürgermeisterin, viele Ratsmitglieder, Ortsvorsteher und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen. Mit so vielen Gästen hatte er im Dorfsaal der KG Freundschaftsbund Dünstekoven nach drei Jahren Coronapause nicht gerechnet.

Im Mittelpunkt des Empfangs stand die Verleihung des SPD-Swisttal-Preises für ehrenamtliches Engagement an Ulrike Kempchen, Waltraud Schumann und den Bürgerverein Essig. Entschieden hatte aus zahlreichen Vorschlägen die fünfköpfige Jury aus Prof. Klaus Grewe, Superintendentin Claudia Müller-Bück, Maria Gleißner, Joachim Euler und Tobias Leuning.

 

Ich stehe immer auf der Seite der Kinder.“

Mit dem Zitat von Astrid Lindgren „Ich stehe immer auf der Seite der Kinder.“, beschrieb Gisela Hein, stellvertretende Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzende der SPD, das Engagement von Ulrike Kempchen, die sich der Kinder- und Jugendarbeit in Heimerzheim verschrieben hat. Ob im ehrenamtliche Rechtskundeunterricht in der Grundschule, in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche, in der sie auch als ehrenamtliche Presbyterin aktiv ist oder als Jugendleiterin der Ehrengarde Heimerzheim. Dort koordiniert und trainiert sie mit großem zeitlichen Engagement 44 Kadetten, vermittelt Werte und fördert den karnevalistischen Nachwuchs. Kempchen betonte, es sei notwendig und sinnvoll in die Jugend zu investieren, sie sei die Zukunft und versicherte, dass sie ihre Arbeit gerne noch lange fortsetzen werde.

Die Kinder liegen auch Waltraud Schumann besonders am Herzen, die die Kinder- AG des Flüchtlingsarbeitskreis leitet und mit Bildungs- und Freizeitangeboten sowie einem guten Netzwerk die Startchancen junger Menschen erheblich verbessert. Mit Rat und Tat steht sie Flüchtlingsfamilien zur Seite. Als besonders erfolgreiches Beispiel ihrer Arbeit, hob Joachim Euler in seiner Laudatio, die Gründung eines Geschäftes für Näharbeiten einer aus Afghanistan stammenden Familie in Buschhoven hervor. „Mit Hartnäckigkeit und Ausdauer, ohne sich in den Vordergrund zu drängeln, ist Waltraud Schumann ein Paradebeispiel gelebten sozialen Engagements und Hilfsbereitschaft“, so Euler.

Für das vorbildliche und umfassende Engagement im kleinsten Ortsteil der Gemeinde erhielt der Bürgerverein Essig einen SPD-Swisttal-Preis, den die Vorsitzende Nicole Baschab-Bienentreu in Begleitung zahlreicher Aktiver des Vereins entgegennahm. „Die Formel je kleiner das Dorf, umso weniger Angebote, wiege in Essig der Bürgerverein komplett auf“, stellte Tobias Leuning fest. Dieser organisiere zahlreiche Veranstaltungen und Angebote für alle Altersklassen, pflege Denkmäler und den Essiger Kreisel und bewirtschafte das Josef-Bienentreu-Haus, das Herzstück des Dorfes, anlässlich dessen Bau der Bürgerverein 1969 gegründet wurde. Nach der Flut, die Essig komplett unter Wasser setzte, müsse und werde der Bürgerverein das Dorfhaus ein weiteres Mal mit großem ehrenamtlichen Engagement wiederaufbauen.

Freunde lässt man in der Not nicht hängen
Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch Klaus Jansen, Vorsitzender des Gemeindesportverbands, der am Morgen kurzfristig für die erkrankte Musikgruppe einsprang. „In der Not lässt man Freunde nicht hängen“, so Jansen auf Leunings kurzfristige Unterstützungsbitte.

In der Begrüßung fand Leuning lobende Worte für die Bundesregierung. Es sei ein großer Erfolg, Deutschland in kürzester Zeit von russischen Energieimporten unabhängig gemacht zu haben. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen seien bereit ein Teil der Last zu tragen, Spitzen und Belastungen für die, die sie nicht verkraften könnten, müsse und habe die Bundesregierung mit umfangreichen Hilfs- und Entlastungspaketen abgefedert. Hervorhob er dabei die Erhöhung des Wohngelds für die Fleißigen, die aber trotzdem nicht genug verdienen, um steigende Mieten und Energiekosten zu verkraften, sowie die deutliche Erhöhung des Kindergeldes. Im Anschluss konnte Leuning noch drei Neumitgliedern ihre Parteibücher überreichen und ein weiteres Mitglied aufnehmen.